Auf Samsungs Investoren-Konferenz hat der südkoreanische Hersteller eine neue Kamera-Technologie präsentiert. Der Fan-Blog Sammobile berichtet, dass Britecell, so der Name der Technik, bereits im kommenden Flaggschiff Galaxy S7 eingebaut werden könnte.

Samsungs BRITECELL Technology (Bild Sammobile)
Samsungs BRITECELL Technology (Bild Sammobile)

Die neue Technik soll vor allem bei Fotos unter Einfluss von schlechten Lichtverhältnissen zum Tragen kommen. Die Kamera steigert dazu die Lichtempfindlichkeit und setzt nicht mehr auf einen Bayer-Filter, der einzelne Pixel grün anzeigt, berichtet dazu der Blog 9to5Google. Mit Britecell werden diese als grün aufgenommenen Pixel weiß dargestellt und das Bild wirkt somit deutlich heller.

Ein weiteres Merkmal von Britecell ist, dass das Kameramodul etwas platzsparender eingebaut werden kann. So sollen die Kamera-Einbauteile mit Britecell-Technik um bis zu 17 Prozent dünner ausfallen, was sich auch auf die gesamte Dicke von Smartphones auswirken kann.

Wann genau die Technik tatsächlich eingeführt wird, ist noch nicht klar. Sammobile rechnet jedoch damit, dass das Samsung Galaxy S7 mit Britecell-Kamera geliefert wird. Das 2016er-Flaggschiff des Herstellers soll laut Blog am 21. Februar des nächsten Jahres der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zu diesem Zeitpunkt wird in Barcelona auch wieder die weltgrößte Mobilfunk-Fachmesse, der Mobile World Congress, stattfinden.
Keine Samsung-Kameras mehr in Deutschland

Wie Samsung der Film-und-Foto-Webseite EOSHD zusätzlich mitteilte, werde man zukünftig keine Digitalkameras mehr in Deutschland verkaufen. Die Nachfrage in der Bundesrepublik sei nicht ausreichend für den flächendeckenden Verkauf von Samsung-Kameras. Es sei jedoch eine klare lokale Entscheidung, eine Reaktion auf den deutschen Markt. Samsung-Smartphones mit Kameras sind von dem Verkaufsstopp nicht betroffen. Vor einigen Monaten hatte Samsung in Deutschland schon den Verkauf von Notebooks eingestellt.