Smartwatches sind nicht zuletzt aufgrund der Apple Watch in aller Munde. Geht es jedoch um die konkrete Anschaffung einer smarten Armbanduhr, zeigen sich die deutschen Nutzer noch eher zurückhaltend gegenüber.

Smartwatch? Nein. Befragte wollen unter anderem ihre alte Armanduhr nicht ersetzen (Foto: Fotolia / Dan Race)
Smartwatch? Nein. Befragte wollen unter anderem ihre alte Armanduhr nicht ersetzen (Foto: Fotolia / Dan Race)

Derzeit gibt es kein Vorbeikommen an der Apple Watch. Cupertino hält sich gewohnt mit Informationen zurück, umso höher ist das Interesse rund um den Globus. Das beweisen nicht zuletzt die hohen Verkaufszahlen zur Veröffentlichung des Wearable Devices.

Tatsächlich ist der Wille eine Smartwatch zu besitzen in Deutschland aber noch eher gering. Wie der Branchenverband Bitkom ermittelte, interessieren sich lediglich vier von zehn Deutschen für die Wearable Devices am Handgelenk. Zwar ist der Anteil unter den Befragten von 31 im vergangenen Jahr, auf 40 Prozent in 2014 gestiegen, der Weg zur Mehrheit ist dennoch weit. Auf jeden Fall eine Smartwatch besitzen will hingegen nur jeder Siebte. Der Bitkom zeigt sich nichtsdestotrotz euphorisch. »Bislang gab es auf dem Markt erst wenige Modelle mit entsprechend hohen Preisen. Das große Interesse der Verbraucher zeigt aber, dass die Geräte große Chancen auf dem Massenmarkt haben. Schon bald werden die Uhren zu unserem Alltag gehören«, so Timm Hoffmann, Bereichsleiter Consumer Electronics & Digital Media beim Branchenverband.

Welche Gründe allerdings gegen die Anschaffung einer Smartwatch sprechen, hat das Gros der desinteressierten Befragten angegeben. Demnach setzten sich 45 Prozent überhaupt noch nicht mit der Thematik auseinander. 36 Prozent der Befragten gaben hingegen an, dass sie schlicht ihre alte Armbanduhr nicht aufgeben wollen. Ebenso viele Nutzer haben Sorge, dass ihre Daten missbraucht werden.

Der Preis spielt selbstverständlich auch eine entscheidende Rolle. Für 29 Prozent sind die Geräte einfach noch zu teuer. Erstaunlich wenige der Befragten (19 Prozent) wollen keine Smartwatch am Handgelenk, da ihnen das Design nicht gefällt. Dieser geringe Anteil könnte aber nicht zuletzt damit erklärt werden, dass sich die Hersteller mittlerweile viel Mühe mit dem Äußeren der Geräte geben und dass sich die Devices teils kaum mehr von herkömmlichen Armbanduhren unterscheiden. Immerhin noch 11 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Akkulaufzeit der Smartwatches noch zu gering ist.

Bis die Hersteller von Smartwatches den Massenmarkt erschließen, könnte also noch einige Zeit vergehen. Zumindest gibt es noch einige entscheidende Gründe, die Nutzer vom Kauf einer smarten Armbanduhr abhalten.