Erst wurde sie immer kleiner – und geht es nach der Deutschen Telekom, soll sie demnächst ganz verschwinden: Die SIM-Karte. Nach Kreditkartenformat, Mini-, Micro- und Nano-SIM plant das Bonner Unternehmen nun die Einführung der embedded-SIM, kurz: eSIM. Hierbei ist das Netzwerkprofil des Nutzers im Gerät eingebaut und gespeichert. Die Daten lassen sich von außen programmieren und ändern.

die eSIM (Bild: Telekom)
die eSIM (Bild: Telekom)

Die Telekom sieht die eSIM auf lange Sicht als Hilfe in der zunehmenden Digitalisierung der Welt an: Immer mehr Geräte aus dem alltäglichen Bereich verwenden eine Internetverbindung. Mit der eSIM soll es dann einfacher sein, das Auto, den Laptop oder das Fitnessarmband zu einem bestehenden Handyvertrag dazuzuschalten. Auch ein Anbieterwechsel kann via eSIM viel schneller abgewickelt werden.

Wenns nach der Telekom geht, wird die eSIM zum Standard (Bild: Telekom)
Wenns nach der Telekom geht, wird die eSIM zum Standard (Bild: Telekom)

Innerhalb der Internationalen Vereinigung der Mobilfunkbetreiber, GSMA, wird aktuell an einem weltweit gültigen Standard für die eSIM gearbeitet. Die Telekom rechnet im kommenden Jahr mit der Markteinführung des neuen Standards, 2017 soll sich die eSIM dann richtig durchsetzen, für den Übergang wird es Hybrid-Lösungen geben. In zehn Jahren aber soll die SIM-Karte aus Plastik endgültig der Vergangenheit angehören.

In einem Video der Reihe „Netzgeschichten“ der Telekom, wird die Funktionsweise der eSIM erklärt: