4K etabliert sich erst langsam am Markt und schon will Samsung eine gewaltige Schippe drauflegen. Der Hersteller Arbeitet an einem 11K-Display mit 11264 x 6336 Pixel für seine Smartphones.

Noch muss Samsungs Galaxy S6 mit 2.560 x 1.440 Pixeln auskommen
Noch muss Samsungs Galaxy S6 mit 2.560 x 1.440 Pixeln auskommen

Samsung will den Pixelrekord knacken. Der südkoreanische Hersteller arbeitet aktuell an einem Display mit einer 11K-Auflösung für sein Smartphone-Sortiment. Das sind konkret 11.264 x 6.336 Bildpunkte und 2.250 ppi. Zum Vergleich: Das aktuelle Flaggschiff Samsung Galaxy S6 hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln und eine Dichte von 577 ppi. Zwar kann der Nutzer eine entsprechend hohe Pixeldichte wie die des 11K-Displays längst nicht mehr wahrnehmen (Schluss soll bei rund 300 ppi sein), aber ein noch schöner anzusehendes Display scheint wohl auch nicht das Ziel der Entwickler zu sein.

Stattdessen plant Samsung laut einem Bericht der koreanischen Electronic Times, einen 3D-Effekt auf die Smartphones zu bringen, ohne eine Brille vorauszusetzen. Das könnte letztendlich funktionieren, indem jeder Pixel mehrmals in verschiedenen Blickwinkeln und für jedes Auge dargestellt wird. Entsprechende Technologien wurden schon für Fernseher und Kinos erprobt. 11K ist allerdings neu. Die bisher höchste Auflösung liegt bei diversen TVs und LFDs bei 8K. Genaue Details, was die Technologie letztendlich leisten soll, hat Samsung aber nicht genannt.

Allerdings arbeitet das Unternehmen nicht allein an der 11K-Technologie. Insgesamt 13 Firmen sind in das Projekt mit dem Namen EnDK involviert und auch die Politik unterstützt die Forschung. Das Ministerium für Wissenschaft, Informations- und Telekommunikationstechnik sowie Zukunftsplanung (MSIP) bezuschusst die Entwicklung mit insgesamt 26,5 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ein erster Prototyp könnte aber schon 2018 auf den Markt kommen, pünktlich zu den olympischen Winterspielen in Pyeongchang.

»Wir hoffen, dass wir solche Technologien zu der Pyeongchang-Olympiade zeigen können, wenn es einen entsprechenden Fortschritt in der Entwicklung gibt. Und auch wenn manch einer denken mag, dass 11K eine Über-Spezifikation ist, die die Verbraucher nicht benötigen, könnte es eine Grundlage für einen weiteren Sprung der koreanischen Display-Industrie sein, wenn die Materialien und Bauteile dadurch verbessert werden«, erklärte Samsungs-Forschungsleiterin Chu Hye Yong laut der Electronics Times im Rahmen der Bekanntmachung.